Berger Fußball seit 1976/1977

In der Saison 76/77 spielte Berge in der Kreisliga A eine sehr gute Rolle.
Auch der SSV Meschede spielte damals noch in der Kreisliga A. Im zweitletzten Spiel der Saison vermieste Berge vor über 1000 Zuschauern auf dem Rechenberg mit einem 2:1-Sieg den Meschedern den Aufstieg; Berge selbst wurde Tabellendritter.
Doch dann gab es in der so guten Mannschaft einen heftigen Schnitt. Sieben gute Spieler, darunter auch die Leistungsträger, verließen die Mannschaft:
Antonius Krämer, Alfred Hoheisel, Josef Rempe, Rudi Reinhold, Hansi Berghoff, Karl Josef und Manfred Menne wechselten den Verein oder hörten auf.
Die Folge war natürlich ein sportlicher Niedergang.

 

In der Saison 77/78 stieg Berge dann auch in die Kreisliga B ab.
Aber auch in dieser Klasse hatte die stark verjüngte Mannschaft große Schwierigkeiten und konnte in der Saison 78/79 nur mit Mühe die Klasse halten.

 

In der Saison 79/80 gelang dann selbst das dann nicht mehr.
Berge stieg in die C-Liga ab!

 

In der Saison 80/81 fand dann das erste Spiel in der Kreisliga C vor nur 3 Zuschauern statt.
Dennoch verlief die Spielzeit erfolgreich und Berge stieg wieder in die Kreisliga B auf.

 

Dort spielte die Mannschaft dann in der Saison 81/82 recht gut mit und landete am Ende auf einem sehr guten 7. Platz, wobei Martin Bönner in seiner ersten Saison im Seniorenbereich mit 12 Treffern Berger Torschützenkönig wurde.
Diese recht gute Saison gab Hoffnung für die Zukunft. Man wollte weiter aufwärts.

 

Doch es folgte eine klassische Bruchlandung: In der Saison 82/83 stieg Berge vollkommen unerwartet wieder in die C-Liga ab, wobei in der Rückrunde nur ganze 4 Punkte erkämpft wurden.
Erschwerend kam hinzu, dass der Sportplatz auf dem Rechenberg umgebaut und modernisiert wurde; die Heimspiele infolgedessen nach Olpe verlegt werden mussten.
In dieser so schwierigen Zeit ist es damals Hubert Mahlich als Abteilungsleiter Fußball und insbesondere Heinz Lipke als Trainer zu verdanken, dass der Fußball in Berge nicht ganz untergegangen ist, sondern wieder aus einem tiefen Tal herausgeführt wurde.

 

Jedenfalls waren Berges Fußballer in der Saison 83/84 wieder ganz unten im Keller, sie schafften aber den erneuten Aufstieg in die Kreisliga B.
25 Spiele blieb die Mannschaft ungeschlagen und verlor erst am letzten Spieltag bei Valmetal IV mit 0-1, als der Aufstieg jedoch längst feststand.

 

Ab der Saison 84/85 übernahm dann ein Mann die erste Mannschaft, der bereits viele Jahre beim TuS als Jugendtrainer und Mädchen für alles tätig war: Friedhelm Brüggemann.
Er erreichte mit der Mannschaft gleich wieder einen guten 7. Platz.

 

Der große Triumph gelang Berge dann eine Saison später (85/86), als nach acht Jahren wieder der Aufstieg in die Kreisliga A perfekt wurde.
Ab dieser Spielzeit wurde auch eine II. Mannschaft gegründet.
Bei der I. Mannschaft sah es zur Winterpause noch gar nicht nach Aufstieg aus, als sie mit 17:13 Punkten nur auf dem 7. Platz stand.
Aber dann begann eine Wahnsinnsserie mit 29:1 Punkten(!) und 47:3 Toren(!). Außerdem kassierte Berge nur 20 Gegentore und blieb sogar einmal 841 Minuten ohne Gegentor.
Während der Saison kehrte Andreas Kemper vom FC Remblinghausen nach Berge zurück und konnte für einige Impulse sorgen.
Er war ein außergewöhnlich begabter Fußballer, der inzwischen leider längst durch einen plötzlichen Tod von uns geschieden ist.

 

Doch jetzt waren alle gespannt auf die Saison 86/87 in  der Kreisliga A.
Dort begann die I. Mannschaft furios und führte nach 8 Spieltagen die Tabelle mit 3 Punkten Vorsprung sensationell an.
Doch es folgten einige dumme Niederlagen, wodurch Berge letztendlich hinter Valmetal und Bödefeld Tabellendritter wurden, was als ganz großer Erfolg bezeichnet werden musste.

 

In der Saison 87/88 wurde Berge Sechster in der Tabelle.
Auch mit diesem Platz war man damals zufrieden. Auffallend war in dieser Serie die Heimschwäche. Von 15 Heimspielen wurden nur 3 gewonnen, sonst wäre ein besserer Platz drin gewesen.
Im Spiel gegen Kückelheim erzielte Martin Bönner, der übrigens zum 5. Mal Berger Torschützenkönig wurde, sein 100. Meisterschaftstor für Berge.
Nach der Saison wechselte Trainer Friedhelm Brüggemann nach 4jähriger erfolgreicher Arbeit nach TuRa Freienohl.
Nachfolger für ihn wurde Ferdi Hütter, der gleichzeitig als Spieler und Trainer fungieren sollte. Hütter gab als Saisonziel, wie im Vorjahr, Platz 6 vor.
Einige Leute betrachteten die "Sache Spielertrainer" mit Skepsis, doch diese wurden ganz schnell eines besseren belehrt.

 

Denn die Saison 88/89 verlief für den TuS "Jahn" unerwartet erfolgreich:
Berge wurde schließlich Zweiter mit nur einem Punkt Rückstand auf Bezirksligaaufsteiger FC Lennetal. Ferdi Hütter verstand es, aus dem jungen Team (Durchschnittsalter: 21,95 Jahre) eine Spitzenmannschaft der Kreisliga A zu formen. Er selbst wurde mit 25 Treffern Berger Torschützenkönig.

 

In der Saison 89/90 geschah dann das, auf was man in der Vereinsgeschichte - insbesondere auch in den 50er Jahren - bisher vergeblich gehofft hatte: Aufstieg in die Bezirksliga!
Im zweiten Jahr seiner Tätigkeit als Spielertrainer führte Ferdi Hütter die Mannschaft durch eine ungemein spannende Saison.
Erst am letzten Spieltag sicherte sich die I. Mannschaft mit einem 4:0 - Sieg bei Remblinghausen II den entscheidenden Vorsprung, während die bis dahin punktgleichen Bödefelder in Kückelheim mit 0:1 verloren.
Der Jubel kannte keine Grenzen und die Aufstiegsfeier fiel entsprechend aus.
Jetzt war der TuS "Jahn" endlich Bezirksligist!

 

In die Saison 90/91 startete die Mannschaft und natürlich die vielen Fans mit hohen Erwartungen.
Zum ersten Spiel gegen Oeventrop kamen dann auch 350 erwartungsfrohe Zuschauer. Das Spiel wurde mit hohem Einsatz gekämpft, doch leider verlor Berge mit 0:1. Jetzt und in der Folge spürte man, dass in der Bezirksliga ein anderer, ein rauer Wind weht.
Die ganze Saison wurde mit viel Elan gespielt, doch leider mussten sich die Spieler der Erfahrung der anderen beugen. Die Mannschaft stand während der gesamten Saison immer auf einem Abstiegsplatz und konnte letztendlich die Klasse auch nicht halten, was aber auch keine Schande war, denn alle wussten vorher, wie schwer es werden würde. Nach dem Abstieg wechselte Ferdi Hütter wieder zurück nach Freienohl.
Sein Nachfolger als Spielertrainer wurde das Berger Eigengewächs Ralf Paul, der zuletzt schon in Eslohe und Grevenstein ebenfalls als Spielertrainer sehr erfolgreich gearbeitet hat.

 

Er gab das Ziel der Saison 91/92 sofort bekannt: Wiederaufstieg! Die Spielserie wurde also sofort mit hohen Erwartungen angegangen und es wurde teilweise ein sehr gutes Punktepolster an der Tabellenspitze angelegt.
Doch nach einigen Punktverlusten und besonders der Heimniederlage gegen den unmittelbaren Konkurrenten FC Lennetal wurde es wieder spannend, ja sogar dramatisch! Vor dem letzten Spieltag hatte Berge zwei Punkte Vorsprung auf Lennetal und brauchte im letzten Spiel gegen Cobbenrode also nur noch einen Punkt zum Wiederaufstieg.                                                                                                                   
Diese Rechnung schien auch aufzugehen, denn bis zur 80.Minute stand es auf dem Rechenberg noch 0:0. Doch dann gelang den Spielern aus Cobbenrode zum Entsetzen aller Berger die 1:0-Führung. Totenstille auf dem Rechenberg!
90 Minuten waren um, aber der Schiedsrichter pfiff noch nicht ab.
Als keiner mehr mit dem Ausgleich rechnete, erzielte Andreas Lobe in der 95. Minute(!) noch den Ausgleich zum 1:1.
Die sich daraufhin abspielenden Szenen kann man einfach nicht beschreiben. Solch eine Jubelfeier hat es auf dem Berger Rechenberg noch nie gegeben! Zum zweiten Mal war der Aufstieg in die Bezirksliga geschafft!
Bei herrlichem Sonnenwetter wurde bis spät in die Nacht gefeiert.

 

Die neue Bezirksliga-Saison 92/93 wurde vorsichtig angegangen, man hatte ja vor zwei Jahren viel Erfahrung gesammelt.
Und diesmal schien auch alles viel besser zu laufen als 1990. Ferdi Hütter war vor der Saison von Freienohl zurückgekehrt. Nach 10 Spieltagen war Berge mit 13:7 Punkten sogar Tabellendritter. Doch danach folgte eine schlimme Serie mit 1:13 Punkten und plötzlich tauchte die Abstiegsgefahr wieder auf.
Aber es gab noch andere Rückschläge während der Saison: Ende November 1992 starb nach schwerer Krankheit Christian Flüchter, was menschlich und auch sportlich ein großer Verlust für alle war.
Die Saison verlief immer schlechter, Berge konnte auf dem Rechenberg nur drei Spiele gewinnen. Das reichte zum Klassenerhalt nicht aus. Über diesen Abstieg war man in Berge diesmal sehr enttäuscht, denn nach dem guten Beginn wäre er diesmal zu verhindern gewesen.

 

Die Saison 93/94 begann die I. Mannschaft also wieder in der Kreisliga A.
Am ersten Spieltag musste sie gleich beim Erzrivalen FC Lennetal antreten und erreichte dort ein 2:2. Aber im Laufe der Saison wurde Berge immer stärker und verlor nur ein Spiel, das jedoch mit 2:7 bei Arpe/Wormbach. Zum Schluss stieg die I. Mannschaft mit 51:9 Punkten souverän zum 3. Mal in die Bezirksliga auf.
Nach diesem Aufstieg wechselte Spielertrainer Ralf Paul zum FC Remblinghausen.

 

Ab der Saison 94/95 übernahm dann der vom SSV Stockum kommende Heinz-Udo Neuhaus die Mannschaft als Spielertrainer.
In der Vorrunde spielte sie teilweise grandios und stand zeitweise sogar auf dem 2. Tabellenplatz. In der Rückrunde lief es dann nicht mehr ganz so gut, doch letztendlich erreichte Berge einen guten 7. Platz.
Nach der Saison wechselte Ferdi Hütter nach Erlinghausen.

 

Die Saison 95/96 begann dann auch sehr schlecht.
Nach einigen schwachen Spielen stand die I. Mannschaft am 12. Spieltag mit nur 7 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.
Doch dann ging ein Ruck durch das Team.
Es begann eine großartige Serie und schließlich erreichte man einen nicht mehr für möglich gehaltenen 6. Platz.
Heinz-Udo Neuhaus verabschiedete sich nach der Saison aus privaten Gründen als Trainer.

 

Ab der Saison 96/97 übernahmen dann der vom SuS Grevenstein kommende Thorsten Otte und der bereits seit einem Jahr in Berge spielende Christoph Maxander die Mannschaft als Spielertrainer.
Die Saison verlief ausgesprochen erfolgreich.
Nachdem Berge sogar Herbstmeister wurde, erreichte das Team am Ende einen sensationellen 2. Platz hinter dem SC Neheim - der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte!

 

In der Saison 97/98 konnte Berge den hervorragenden 2. Platz der letzten Saison nicht verteidigen.
Man wurde letztendlich Sechster, womit man auch sehr zufrieden war. Nach dem letzten Spiel wurde Christoph Maxander als Trainer verabschiedet.
Für ihn wird ab der nächsten Saison Reiner Rempe, der im Heimspiel gegen Thülen sein 100. Meisterschaftstor für Berge erzielte, neben Thorsten Otte als Spielertrainer fungieren.
Die II. Mannschaft schaffte erstmals den Aufstieg in die B-Liga.

 

Auch in der Saison 98/99 wurde die I. Mannschaft Sechster.
Allerdings war sie nach der Hinrunde noch Dritter, nur knapp hinter den Spitzenteams Thülen und Edertal.
In der Rückrunde lief dann nicht mehr allzu viel. Berge wurde die schlechteste Rückrundenmannschaft, was auch auf das große Verletzungspech zurückzuführen ist.
Außerdem wurden mit 41 Treffern die wenigsten Tore seit 11 Jahren erzielt.
Nach dem letzten Heimspiel gegen Oeventrop wurde Thorsten Otte, der nach Dorlar/Sellinghausen wechselt, als Trainer verabschiedet.
Reiner Rempe übernimmt für die kommende Saison das alleinige Traineramt.

 

Nach dem Weggang von Thorsten Otte hatte Berge im Sturm in der Saison 1999/2000 zunächst große Probleme, da auch Spielertrainer Reiner Rempe nach seinem Kreuzbandriß noch lange Zeit pausieren musste und zum Ende der Saison nur als Einwechselspieler fungierte.
Dennoch war die Saison letztendlich erfolgreich. Berge wurde Achter, was auf eine recht gute Rückrunde mit 27 Punkten zurückzuführen ist.

 

Ab der Saison 2000/01 wurde Manfred Ebermann zweiter Trainer neben Reiner Rempe.
Doch dieses Trainergespann hatte nur wenig Glück. Ganze 12 Punkte holten Reiner Rempe und Manfred Ebermann als Trainer bis zur Winterpause.
Das war eindeutig zu wenig und so musste Reiner Rempe nach 17 Spielen gehen.
Neuer Trainer wurde Josef Büsse.
Mit ihm lief es wesentlich besser: Aus den letzten 13 Spielen holte Berge noch 18 Punkte.
Vielleicht wäre alles auch noch besser gekommen: Nach der Winterpause war endlich Markus Rempe nach seinem Kreuzbandriss wieder einsatzfähig und erzielte gleich in den ersten vier Spielen vier Treffer. Doch gegen Olsberg verletzte er sich erneut schwer am gleichen Knie und konnte bis zum Ende der Saison nicht mehr spielen.
Berge konnte letztendlich die Klasse nicht halten; aber mit dem Kader, der die Leistungsträger gehalten hat und einigen jungen neuen Spielern sollte Berge mit Trainer Josef Büsse in der A-Liga ein gewichtiges Wort mitreden.

 

In der Saison 2001/02 begann Berge also wieder in der  A-Liga.
Aber das Ziel war natürlich von vornherein klar: Wiederaufstieg! Und die Saison lief gut.
Berge spielte von Anfang an oben mit.
Leichte Schwierigkeiten gab es nur kurz vor der Winterpause, als zwei Spiele gegen Arpe/Wormbach und Meschede II verloren wurden.
Doch nach der Winterpause startete Berge eine unglaubliche Serie: Von 13 Spielen wurden 12 gewonnen, nur einmal spielte man Remis.
Durch diese tolle Serie schaffte Berge den insgesamt vierten Aufstieg in die Bezirksliga; 3 Punkte vor dem unmittelbaren Konkurrenten BC Eslohe.
Für Trainer Josef Büsse war es der erste Aufstieg als Trainer. Die anschließenden Feierlichkeiten der Mannschaft dauerten einige Tage...

 

Wieder in der Bezirksliga angekommen, tat sich Berge in der Saison 2002/03 zunächst schwer.
Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Brilon am 10. Spieltag war man sogar Tabellenletzter. Zu dieser Zeit fiel vor allem die Sturmmisere auf: Hatte man nach 10 Spielen doch erst 7 Tore erzielt.
Doch Berge steigerte sich und zeigte vor allem gegen die Spitzenteams gute Leistungen und holte wichtige Punkte.
Nach der Winterpause erzielte Berge auch endlich Tore: 27 der 39 Treffer wurden in der Rückrunde geschossen. Doch Berge musste bis zum 29. Spieltag warten, ehe der Klassenerhalt geschafft war. Da Konkurrent Dorlar/Sellinghausen am zweitletzten Spieltag patzte, kam es nicht zum „Abstiegsendspiel" am letzten Spieltag.
Nach dem letzten Spiel verließ Trainer Josef Büsse nach erfolgreicher Arbeit den Verein aus privaten Gründen.

 

Nach der Saison verließen außer Trainer Büsse noch sechs weitere Spieler den Verein bzw. hörten auf und es wurden einige Neueinkäufe getätigt, so daß die Mannschaft der Saison 2003/04 ein ganz anderes Gesicht bekam.
Des Weiteren wurde Torjäger Markus Rempe Ende 2003 am Kreuzband operiert und fiel für den Rest der Saison aus.
Damit stand fest, dass es eine sehr schwere Saison für Berge geben würde. Neuer Trainer für Josef Büsse wurde Ludger Entian von Bigge/Olsberg. Doch der Spielertrainer hatte bei seiner ersten Trainerstation nur wenig Glück und musste nach nur 10 Punkten zur Winterpause gehen.
Interimstrainer für die Rückrunde wurden Ludger Franzes und Andreas Lobe. Auch Günter Heinemann, der bereits seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte, sprang noch einmal für Berge ein.
Zwar wurden in der Rückrunde noch einmal 16 Punkte erzielt und die Leistung gegenüber der sehr schwachen Vorstellung in der Hinrunde noch einmal gesteigert, doch wurden insgesamt nur 25 Tore erzielt und dies reichte für den Klassenerhalt nicht aus. Berge wurde 15. und steigt zum insgesamt vierten Mal aus der Bezirksliga ab.
Neuer Trainer für die A-Kreisklasse wird Markus Hermes von Arpe/Wormbach.

 

Die Saison 2004/05 verlief für Berge zunächst sehr stark und man war hinter dem Mitabsteiger und Topfavoriten Arpe/Wormbach lange Zeit Tabellenzweiter.
Doch zur Winterpause verließen Markus Rempe und Reinhold Müller den ohnehin nicht sehr großen Kader, so dass Berge in der Rückrunde teilweise auch auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste. Und so ging dem Team zum Schluss der Saison die Luft aus.
Es gab viele Niederlagen und letztlich wurde nur der 7. Platz erreicht. Auch die II. Mannschaft wurde zum Ende der Saison mangels Spieler nach 20 Jahren wieder abgemeldet.

 

Die Saison 2005/06 verlief für Berge sehr durchwachsen.
Letztlich wurde man Neunter, viel mehr war nach der schwachen letzten Rückrunde aber auch nicht zu erwarten. Dennoch ist es die schlechteste Platzierung in der Kreisliga A seit dem Aufstieg aus der B-Liga 1986.
Aber für die nächste Saison erhofft man sich unter anderem durch einige gute Neuzugänge wieder eine Platzierung im oberen Tabellendrittel.

 

Für die Saison 2006/07 hatte man sich also viel vorgenommen.
Doch die Hinrunde lief total enttäuschend. Schon früh war klar, dass Berge nicht oben mitspielen wird. Zur Winterpause stand man nur auf einem sehr enttäuschenden 10. Platz.
Daraufhin wurde Markus Hermes als Trainer entlassen. Sein Nachfolger wurde Manfred Ebermann.
Unter ihm gab es nach der Winterpause von 12 Spielen noch 8 Siege, 2 Unentschieden und nur 2 Niederlagen und somit wurde noch ein sehr akzeptabeler 6. Platz erreicht.
Auch die II. Mannschaft wurde nach nur einem Jahr Pause wieder angemeldet und erreichte den 9. Platz in der C-Liga.

 

Nach der guten Rückrunde hatte man gehofft, dass auch die Saison 2007/08 gut laufen würde.
Doch das klappte nicht.
Die Saison lief von Anfang an sehr durchwachsen. Es gab einige hohe Siege, aber auch viele deutliche Niederlagen. 56 Gegentore in 30 Spielen sind natürlich viel zu viel. Und so wurde letztlich nur der 8. Platz erreicht.
Für die neue Saison gibt es schon einige gute Neuzugänge und so hofft man erneut, weiter oben in der Tabelle zu landen.

 

Dies gelang dann auch in der Saison 2008/09.
Nach mäßigem Saisonbeginn mit recht unterschiedlichen Leistungen, konnte sich Berge immer mehr steigern und erreichte schließlich einen guten 4. Platz. Maßgeblich daran beteiligt war natürlich Neuzugang Benjamin Bresser, der sensationelle 31 Saisontore erzielte, obwohl er zum Ende der Saison aufgrund einer Fußverletzung nicht mehr mitspielen konnte. Auch die jungen Berger Eigengewächse konnten sich immer besser etablieren.
Jugend-Torwart Niklas Blanke löste während der Saison Benjamin Gründler ab und konnte gleich überzeugen.

 

In der Saison 2009/10 wurde Berge Tabellenfünfter, womit man auch sehr zufrieden war. Dabei verschlief Berge den Saisonstart total und rangierte nach 4 Spieltagen mit 15 Gegentoren (!) und nur 3 Punkten auf dem 14. Platz.
Zu allem Überfluss brach sich Benjamin Bresser bereits am 2. Spieltag den Fuß und fiel fast die gesamte Hinrunde aus. Doch die Mannschaft fand danach immer besser zusammen und steigerte sich enorm.
Wenn nicht diese kleine Schwächephase über Ostern, wo man in drei Spielen nur ein Tor erzielte und nur 2 Punkte holte, gewesen wäre, hätte Berge noch in der Spitzengruppe landen können.
Nach dem letzten Spiel wurde Manfred Ebermann nach erfolgreicher Arbeit verabschiedet. Neuer Trainer für ihn wird Ralf Paul, mit dem Berge bereits 1992 und 1994 in die Bezirksliga aufstieg...

 

Die Saison 2010/11 schloss Berge als Tabellenvierter ab.
Aber es wäre möglicherweise noch mehr drin gewesen, denn neben sehr vielen hohen Siegen gab es auch einige unnötige und unglückliche Niederlagen. Aber im Ganzen war es eine gute Saison und mit 95 Toren wurden die zweitmeisten seit Statistikbeginn 1969/70 erzielt.
Torschützenkönig wurde bereits zum 5. Mal Markus Rempe, der beim historischen 7:0 – Sieg in Wenholthausen sein 100. Meisterschaftstor erzielte.

 

In der Saison 2011/12 belegte Berge dann nur den 8. Platz.
Allerdings hatte die Mannschaft während der ganzen Saison mit argen Verletzungssorgen zu tun, so dass auch die Trainingsbeteilung sehr mangelhaft war. Trainer Ralf Paul zog schon zur Winterpause die Konsequenzen und legte sein Traineramt zum Saisonende nieder.
Nachdem dann auch noch viele Spieler den Verein wechseln oder ganz mit dem Fußball aufhören wollen, war Berge erstmals in der Geschichte gezwungen, eine Spielgemeinschaft für die nächste Saison mit der SG Calle/Wallen einzugehen. Trainer dieser nicht leichten Aufgabe wird Norbert Belke aus Holthausen.

 

Die ganz neu formierte Mannschaft kam dann in der Saison 2012/13 auch nur ganz langsam in Schwung und auch die Zusammenarbeit mit Norbert Belke erwies sich als schwierig. Und so trennte man sich in der Winterpause von dem Trainer. Nachfolger wurde Markus Rempe. Und schon kam ganz neuer Schwung in die Mannschaft. Es wurde eine sehr erfolgreiche Rückrunde gespielt und letztlich erreichte man noch einen sehr guten  5. Platz.

 

Nach der guten Rückrunde der letzten Saison, wollte man sich in der Saison 2013/14 noch einmal steigern. Doch die Serie verlief alles andere als rund. Es wurden zwar einige Spiele hoch gewonnen, doch kassierte man auch viele sehr hohe Niederlagen. Unter anderem wurde erstmals seit Statistikbeginn zweistellig verloren (0:10 bei Fleckenberg/Grafschaft). Zwischendurch rutschte man sogar in die Abstiegszone.
Nach einigen guten Spielen, zum Ende der Saison, wurde immerhin noch ein sicherer 10. Platz erreicht, allerdings die schlechteste Platzierung seit dem Aufstieg in die Kreisliga A 1985/86.
Außerdem kassierte man 76 Gegentore, was für eine bessere Platzierung viel zu viel war. Das lag unter anderem auch an dem großen Torwartpüroblem.
Nachdem Stammtorwart Manuel Limberg in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss erlitt und seine Karriere beendete, seitzte die Mannschaft nicht weniger als 6 Torhüter (!) ein.

 

In der Saison 2014/15 war das Ziel dann auch nur der Klassenerhalt. Doch die Saison lief viel besser las erwartet. Nach 11 Spieltagen stand man nach einem Sieg gegen Tabellenführer Fatih Türkgücü Meschede sogar auf dem 4. Rang.
Die Rückrunde lief nicht mehr ganz so erfolgreich, doch mit einem guten 7. Platz war man mehr als zufrieden.

 

Volker Stracke